Montag, 29. März 2010

Jens Ohlig trinkt Mate

Jens Ohlig, während er Mate trinkt, damit er sich cool fühlen kann

Jens Ohlig erwies mir gnädigerweise die Ehre, auf Twitter genau die Art von projüdischem Extremismus zu demonstrieren, die ich hier kritisiere.

Er war zufällig auf den dieses Blog einleitenden Artikel Was soll der Quatsch gestoßen und folgerte daraus messerscharf und mit der ihm eigenen besonderen Intelligenz, dass ich eine antisemitische Nazisau sei, NPD-Positionen vertrete, als Nazi das Maul zu halten und nicht das Recht habe, mich gegen Verleumdungen zu wehren, außerdem ein Pirat sei, der das Internet zensieren will, wenn ich gegen solche angeblich (!!) unzutreffenden Behauptungen und Beschimpfungen durchaus notfalls auch mit Mitteln des Strafrechts vorzugehen gedenke.

Man sollte den Einleitungsartikel wirklich gelesen haben, um sich selbst eine Meinung über die Qualität seiner Anwürfe bilden zu können. Anschließend steht einem Genuss des hohen Intellekts und der hervorragenden menschlichen Klasse eines Mitglieds des Chaos Computer Club Cologne e.V. aber nichts mehr im Wege:




§ 187 StGB. Verleumdung


Aus dem Artikel wurde übrigens nichts entfernt.



Ich durfte nichts sagen, das ihn widerlegen konnte, das hätte seine instabile Persönlichkeit erschüttert.


Zumal ich ihm die Debatte ja aufgenötigt hatte.


Theoretisch könnte es antisemitische Linke geben. Die würden sich nicht gern als Nazis beschimpfen lassen.


Weil, dass das mal klar ist: wenn man von Jens Ohlig verlangt, dass er sich an Regeln hält, dann gehört man in die Hölle. Mindestens aber auf den Scheiterhaufen von Zensursula.



Und wie immer, wenn Jens etwas anfängt, verzaubert er seine Umgebung und steckt die Menschen geradezu an, die sich dann nichts sehnlicher wünschen, als unbedingt teilzuhaben an seinem großartigen Genie.



Ja, das lief dann doch nicht ganz so wie der Jens sich das vorgestellt hatte. Trinkt er halt noch ein Mate.


Das Interview haben wir übrigens vor der Sendung aufgezeichnet. Zum Sendezeitpunkt hatte der Jens nicht mehr den Mut, etwas zu sagen, er hat die Tweets dann gelöscht.

Lustiges Detail am Rande: er wohnt in der Adolfstraße:

Registrant Name: Jens Ohlig
Registrant Street1: Adolfstr. 8
Registrant City: Bonn
Registrant Postal Code: 53111
Registrant Phone:+49.228695519
Registrant FAX:+49.228695519

Samstag, 27. März 2010

Was soll der Quatsch?

Warum tu ich mir (und euch) das hier an? Nun ja:

Es kotzt mich schon länger an, wie der "Antisemitismus"-Vorwurf (nicht nur) in Deutschland dazu verwendet wird, Menschen zu diffamieren, die mit ihren kritischen Meinungen oder auch nur mehrdeutigen Witzen oder unachtsam Dahingesagtem keinerlei böse Absichten gegen irgendwelche lebenden oder toten Juden bzw. Menschen jüdischen Glaubens hegten.

Dabei geht es mir ausdrücklich nicht um die Leugnung historischer Ereignisse, sondern den Vorwurf eines auch nur latenten Antisemitismus, weil man zum Beispiel Israel oder den völlig bekloppten Zentralrat der Juden für seine verbrecherischen Taten bzw. debil-lächerlichen Äußerungen kritisiert. Reflexhaft kommen dann die üblichen Verdächtigen aus der Versenkung und stellen mindestens die Äußerung, wenn nicht sogar den ganzen Menschen in die "Nazi"-Ecke, auch wenn der Betroffene nicht mal entfernt ausländerfeindlich oder rassistisch ist.

Das ist für mich "jüdischer Extremismus", wenn auch nicht in jedem Einzelfall die Protagonisten sich selbst als Juden bezeichnen (oder sind, aber da maße ich mir kein Urteil an, schon weil mir das völlig gleichgültig ist). Jedenfalls ist das Ziel solchen Handelns das Stärken oder vermeintliche Verteidigen einer (in ihrem eigenen Sinne) (pro-)jüdischen Position, die so nicht zu rechtfertigen und deshalb nicht vertretbar ist.

Deshalb wird es hier ein bisschen bösartige Polemik gegen einige ausgesuchte Widerlinge der vorgenannten Art geben, etwa Henryk M. Broder, LizasWelt (Twitter) oder Elke Wittich (Twitter). Durchaus eher kurze Sachen, die zu lang sind, um sie zu twittern, um die ausführliche sachliche Auseinandersetzung mit Leuten, die ich für Arschlöcher halte, geht es mir nämlich nicht. Dazu müsste ich mir die Mühe machen, mich so eingehend mit den kruden und verlogenen Hintergründen dieser Spinner zu beschäftigen, dass ich sie widerlegen kann, aber so viel Mühe sind sie einfach nicht wert. Sie genussvoll durch den Kakao zu ziehen, genügt mir völlig und dürfte auch unterhaltsamer sein. Dass es sich (bei ihren) nicht um Tatsachen handelt sondern um paranoide oder bösartige Ideen, liegt ja meistens auf der Hand.

In diesen Kreisen wird auch eine sehr proamerikanische Haltung gepflegt, die in der starken Unterstützung Israels durch die USA begründet ist. Was wiederum daran liegt, dass in den USA nachweislich Juden starken Einfluss auf die Politik haben. Deshalb passt in den Rahmen des Blogs auch naheliegender Antiamerikanismus, der nicht in jedem Einzelfall Bezüge zum Thema Israel oder extremistischem Semitismus hat. Man möge also aus solchen Beiträgen nicht den Versuch herauslesen, die Verbrechen und das rücksichtslose Verhalten der USA Israel oder irgendeiner Religion anzulasten, es passt lediglich zum provokanten Stil des Blogs. Allerdings werden die Untaten der USA (und auch Israels) gerade von den extremistischen Semiten gerechtfertigt, um die Solidaritätsachse des Bösen USA-Israel zu erhalten.

Dann viel Spaß, vielleicht sogar für jeden von uns!

P.S.: Antisemitismusvorwürfe nehme ich nicht einmal ernst. Ich stehe allen Religionen gleichermaßen kritisch gegenüber, ohne sie schon deshalb verboten sehen zu wollen